Kleine Fastenapotheke

Fasten ist für den Körper etwas Natürliches. Jeder gesunde normalgewichtige Mensch kann theoretisch mehrere Wochen Fasten und sich trotzdem wohlfühlen.

Die ersten 3 Tage werden für die Umstellung auf die Ernährung von Innen gebraucht. Besonders für Erstfaster ist diese Zeit die schwierigste.

Durch die intensive Entgiftung während des Fastens kommt es hin und wieder auch zu Fastenkrisen.

Vorbeugen
Wie so oft im Leben, so auch beim Fasten: Mit ein paar einfachen Vorbereitungen steht Ihrem Wohlbefinden nichts im Weg.

Entlasten

Die unmittelbare Zeit vor dem Fasten ist entscheidend für einen guten Einstieg ins Fasten: Wenn Sie am Abend vor dem Fasten noch mal richtig üppig reinhauen, dann werden Sie einen schweren Beginn haben.
Infos zu den Entlastungstagen unter Wie kann ich mich vorbereiten?

Freiraum schaffen
Halten Sie Ihre Fastenzeit, besonders die ersten 3 Tage, von anstrengenden Terminen frei. Planen Sie viel Zeit für sich und beugen Sie Stress vor.

Ausscheidungen unterstützen
Zu viel Gift im Körper belastet - Wie kann ich die Entgiftung unterstützen?

Loslassen
Vertrauen Sie Ihrem Körper, gehen Sie entspannt und mit Vorfreude ins Fasten - es wird eine schöne Zeit!


Tipps für Fastenkrisen

Wie komme ich gegen das Frieren an?
Durch das Sparprogramm des Körpers ist einem beim Fasten schneller kalt.
Bewegung, Bewegung, Bewegung
Gymnastik, Spaziergang, Radfahren, gemäßigtes Joggen.
Siehe auch Welcher Sport ist geeignet?
Wärmflasche
Wärmflasche mit heißem Wasser anfüllen und an den Bauch legen. 
Ansteigendes Fußbad oder Trockenbürsten
Warm anziehen
Lieber eine Schicht mehr als unnötig frieren.
Sauna
Erst ab dem 3. Tag und vorsichtig. Belastet Kreislauf.
Tee trinken
Angenehme Erwärmung von Innen.


Wie fühle ich mich auch mit niederem Blutdruck wohl?
Die 3 wichtigsten Lösungsansätze:
Anpassen
Bewegen
frische Luft

Siehe Was passiert mit meinem Kreislauf?
Belebendes Hautöl


Ist mein Herzklopfen normal?
Das Herz muss sich auf den veränderten Blutdruck einstellen. In den ersten 3 Tagen kann es dadurch zu Herzklopfen kommen. Das ist nichts Beunruhigendes. Und nach wenigen Stunden vorbei.
Danach wird das Herz stark entlastet.
Eventuell kalte Kompresse aufs Herz.
Entspannen.


Ich habe Muskel- Gelenkschmerzen!
Durch den erhöhten Säurespiegel im Blut kann es zu Unwohlsein und vereinzelten Schmerzen kommen.
vermeiden durch richtiges Entlasten
Siehe Wie kann ich mich vorbereiten?
die Ausscheidungen fördern
Damit belastende Stoffe schnell den Körper verlassen:
 Wie kann ich die Entgiftung unterstützen?
Massagen
Gönnen Sie sich professionelle Massagen! Das unterstützt die Durchblutung.
Spaziergang, Auflockerungs-Übungen
viel trinken
Bei Muskel-Krämpfen
(sehr selten, meist bei Überanstrengung) nehmen Sie ein Magnesium-Präparat. In der Apotheke erhältlich.


Was kann ich gegen die Kopfschmerzen tun?
Besonders wenn Sie zu Migräne neigen, dann kann es während der Umstellungszeit zu Kopfschmerzen kommen.
Doch die positive Wirkung des Fastens reduziert Ihre Anfälligkeit für Migräne nach dem Fasten deutlich.
die Ausscheidungen fördern
Damit belastende Stoffe schnell den Körper verlassen:
 Wie kann ich die Entgiftung unterstützen?
Besonders der Einlauf kann manchmal wahre 'Heilungswunder' bewirken!
Siehe Wie geht der Einlauf?
Ruhe, Entspannen
oft steckt Überlastung hinter diesen Beschwerden. Gönnen Sie sich Ruhe.
Bewegung an frischer Luft
Kneippsche Anwendungen
Fördern den Kreislauf und damit die Ausscheidung. Zum Beispiel Unterschenkel, Unterarme mit kaltem Wasser abstrahlen. Dusche mit kühlem Wasser, grob abtrocknen und ins Bett.
Heiße Kompresse auf den Nacken
Die häufigste Ursache für Kopfschmerzen nach dem 3. Fastentag ist zu wenig Ruhe und das Verabsäumen des Einlaufes.


Hilfe, ich hab Hunger.
Erstaunlicherweise ist richtiger Hunger beim Fasten sehr selten. Gusto und Gelüste sind häufiger. Fasten lehrt wieder die Unterscheidung zwischen Hunger und Gusto. So kann nach dem Fasten ein neues Eß-Bewußtsein greifen.
Entlastung und Einstieg
Die Ernährung vor dem Fasten ist entscheidend. Je fließender der Übergang vom Essen zum Fasten, desto weniger Probleme mit Hunger. Ebenso wichtig ist die gründliche Darmeinigung, das Glaubern, zu Beginn des Fastens.
Wie kann ich mich vorbereiten?
Essen loslassen
Das Essen loslassen zu können, sich für eine Zeit davon zu verabschieden, nicht nur physisch, sondern auch im Kopf, ist entscheidend. Wenn sich gedanklich alles ums Essen dreht, dann wird der Körper mitziehen und Hunger entstehen.
viel trinken
Einlauf
auch gegen Hunger ein 'Wundermittel'
Wie geht der Einlauf?
Entspannen, Ruhe


Kann es sein, dass ich unangenehm rieche?
Durch den veränderten Stoffwechsel kann es zu Mund- und Körpergeruch kommen. Das ist gut und deutet auf ein aktives Entgiften hin.
Intensivere Mundpflege
öfter als sonst, aber nur mit Wasser, Mundhygiene betreiben.
Zunge reinigen
Tipps zur Unterstützung der Ausscheidung über die Zunge finden Sie unter Wie kann ich die Entgiftung unterstützen?
häufiger Kleidung wechseln
frische Luft
Wohnung immer gut lüften, auch nachts.
Schwitzen
Sauna ab dem 4. Tag für Sauna-Geher.
Viel Bewegung an frischer Luft -> Abatmen

ProFasten Tipp
Vermeiden Sie Lutsch-Bonbons und Kaugummis, gerade zuckerfreie. Das regt die Verdauung an und kann zu Hunger führen.


Ich schlafe unruhig und schlecht ein.
Das Schlafbedürfnis nimmt mit der Länge der Fastenzeit ab. In den Umstellungstagen kann es zu unruhigem Schlaf kommen.
Kalt abwaschen
Mit einem Waschlappen den ganzen Körper kalt abwaschen, dann - unabgetrocknet - ins Bett.
Gedanken, Träume aufschreiben
Wenn Sie immerzu an etwas denken müssen: Schreiben Sie es auf, führen Sie ein Fastentagebuch.
frische Luft
Schlafen Sie bei offenem Fenster.
wache Zeit nutzen
Probieren Sie nicht mit Gewalt zu schlafen. Genießen Sie auch diese Zeit, lesen Sie, beten Sie oder erinnern Sie sich an schöne Erlebnisse.

Ich habe Sodbrennen.
Manchmal findet eine Überproduktion der Magensäure statt, die dann 'sauer' aufstößt.
Leinsamenschleim
Leinsamen kurz aufkochen und dann abseihen. Eine kleine Tasse davon beruhigt den Magen.
Fruchtsaft einmal weglassen
Die Fruchtsäure kann Sodbrennen verursachen. Lassen Sie den täglichen Fruchtsaft aus und beobachten Sie, ob das Sodbrennen besser wird.


Mein Bauch fühlt sich so voll an.
Blähungen und Völlegefühl können sogar beim Fasten auftreten.
Anis-, Kümmel- oder Fencheltee
Fruchtsaft einmal weglassen
Statt dessen Hafer- oder Reisschleim: Hafer oder Reis kurz aufkochen, dann abseihen. Eine Tasse davon essen.
Honig weglassen


ProFasten Tipp
Hören Sie auf Ihren Körper. Meistens weiß man selbst am besten, was einem gut tut. Vertrauen Sie auf sich.

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