Wie geht der Einlauf?

Für viele ruft das Wort "Einlauf" Angst und Schrecken hervor. Oft sind es schlechte Erfahrungen mit erzwungenen Einläufen aus Kindheit oder Krankenhaus.
Doch, richtig gemacht, entpuppt sich der Einlauf als äußerst wirkungsvolles und trotzdem schonendes Hausmittel.
Es hilft bei Kopfschmerzen, Migräne und Kater; bei Fieber, insbesonders bei Grippe und sogar bei Hautausschlägen.


Beim Fasten ist der Einlauf die beste Methode, die im Enddarm angesammelten Giftstoffe loszuwerden. Denn die natürliche Bewegung des Darmes hört beim Fasten beinahe gänzlich auf. Die Ausscheidung über den Darm findet jedoch auch noch bei längeren Fastenzeiten statt. Die Folge von nicht gereinigtem Darm können Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Hunger sein.

Sie haben Respekt vor dem Einlauf? Das ist ganz natürlich, doch Sie werden sehen, wie angenehm und hilfreich ein Einlauf sein kann!

Lesen Sie dazu zahlreiche Beiträge in unserem ProFasten Forum

Als erstes brauchen Sie einen sog. Irrigator. Er besteht aus einem Behälter für die Flüssigkeit; einem Schlauch mit Ventil und einem Darmrohr.

Vorbereitung:
Setzen Sie den Irrigator zusammen; auf das Ventil stecken Sie fest das Darmrohr auf und fetten es mit wenig Creme ein. Bereiten Sie ein Handtuch zum unterlegen vor.

1. Stellen Sie sicher, dass der Hahn geschlossen ist.
(Position quer zum Schlauch)

2. Befüllen Sie den Behälter mit 2Liter körperwarmen Wasser.
Die Temperatur ist sehr wichtig, zu warm oder zu kalt kann den Kreislauf sehr belasten oder zu Schmerzen führen.

3. Halten Sie das Schlauchende in das Waschbecken oder in die Brausetasse und öffnen Sie den Hahn.

4. Schließen Sie den Hahn, wenn keine Luftblasen mehr im Schlauch sind.

5. Hängen Sie den Behälter auf Türschnallenhöhe auf.

6. Breiten Sie das Handtuch am Boden aus und knien sich darauf.

7. Berühren Sie mit den Ellbogen den Boden und bilden Sie mit dem Rücken ein Hohlkreuz und lassen den Bauch locker.

Den Bauch wirklich ganz locker lassen, entspannen, ruhig atmen.

8. Beginnen Sie das Darmrohr langsam einzuführen.
Pressen Sie, wie beim Stuhlgang, beim Ansetzen etwas dagegen.

9. Führen Sie das Darmrohr soweit wie möglich ein.

10. Bei Widerstand ziehen Sie das Rohr etwas zurück, drehen es leicht und probieren es erneut.
Bei starkem Widerstand nicht mit Gewalt einführen, sondern an dem Punkt lassen.

11. Hahn öffnen
Das Wasser beginnt langsam zu fließen; sollte es stocken, dann das Darmrohr etwas zurück ziehen oder die Körperposition leicht verändern. (Bauch locker lassen, ruhig atmen)

12. Ist der Behälter leer oder stockt der Fluß gänzlich - Darmrohr langsam entfernen.

13. Bauch massieren (gegen den Uhrzeigersinn), eventuell die Körperübung Kerze machen.

14. Kurze Zeit später kommt das Wasser und die gelösten Enddarmprodukte befreiend heraus.


Nehmen Sie sich Zeit und achten Sie auf die 4 L's:
liebevoll - locker - lauwarm - langsam

Hier noch 2 humorvolle Beiträge von Stephan, der beim Pernegger Sommerfasten eine erste Bekanntschaft mit dem Einlauf geschlossen hat:

Irrigator
Auch Anfänger merken's rasch: der Irrigator ist kein verrücktes Krokodil, sondern eine zu inkorporierende intestinale Bewässerungsanlage - ohne Rücklaufstopp! Letzteres hat zur logischen Folge, dass der Einlauf auch sein Gegenteil hat: den 'Auslauf' - wohin auch immer...

Einlauf
Übung macht den Meister! - Echte Profis sind während dessen Durchführung in der Lage, sich mit der einen Hand die Zähne zu putzen und der anderen die Haare zu shampoonieren.

Beiträge aus unserem ProFasten Forum:

Leonnie
so machte ich dann doch einen Einlauf - der gar nicht so schlimm war wie ich's mir vorgestellt hab.

Casiopeia
Ohne Einlauf habe ich die Erfahrung gemacht, morgens aufzuwachen (4 Uhr oder so) am ganzen Körper zu zittern und mich erstmal übergeben zu müssen... Dann habe ich mich richtig krank gefühlt... Das überzeugte mich dann schließlich doch von der Notwendigkeit die ganzen Reste und Giftstoffe aus dem Körper rauszubekommen. Sauerkrautsaft reicht eben nicht.

Kerstin27
Ich dachte vorher auch, dass ein Einlauf absolut widerwärtig ist, aber der ist überhaupt nicht schlimm. Und der Einlauf ist nun mal die sanfteste Methode. Es ist eine supereinfache Methode, nach der es einem tausendmal besser geht. Ich lege mich danach immer mit der Wärmflasche ins Bett. Danach fühlt man sich unglaublich erleichtert und Hungerreste sind wie weggeblasen.

Katja
Sieht schon böse aus das Teil und es war keine Bedienungsanleitung dabei, so das ich mir erst mal die Einzelteile angeschaut habe und überlegt habe wie das wohl funktioniert. Ich habe es dann einfach getestet und muss sagen, dass ich von der Wirkung überwältigt war.
Meiner Meinung nach braucht man keine Angst, Ekel oder Überwindung dafür haben, jedes Fieberzäpfchen ist gleich anzuwenden.
Das einzige was man braucht ist eine angenehme Temperatur im Badezimmer, vielleicht entspannende Musik und Zeit und Ruhe.

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